LAGA-Führung zum Thema "Festung und Garten"

Ein Alleinstellungsmerkmal der 9. Sächsischen Landesgartenschau in Torgau ergibt sich aus den belegten Flächen, welche Geländeabschnitte der ehemaligen Sächsischen Elb- und Landesfestung (1810-1813) und der Preußischen Elb- und Grenzfestung Torgau (1813-1889) mit herangezogen hat.

Bei den angebotenen Führungen „Festung und Garten“ werden Teile der Festung Torgau wie das Glacis in einen Zusammenhang mit der heutigen Parklandschaft Torgaus, die wir weiterhin „Glacis“ nennen, gebracht. Die Arbeiten des einstigen städtischen Verschönerungsvereins aus dem 19. und übergehenden 20. Jahrhundert werden während des Rundgangs gewürdigt, (Literatur: „Festung Torgau“, Hg. Verein Europa Begegnungen e.V.)

 

Stationen und Inhalte der Führung „Festung und Garten“:

1. Das sächsische Torgau war nach 1815 eine preußische Festungsstadt geworden. Während der Führung wird über das Leben der Bürgerschaft hinter den Wällen berichtet.

2. 1851 gründeten die Torgauer einen Verschönerungsverein. Durch Pflanzungen im Festungsvorfeld, im Glacis, welches sich zu einem Grüngürtel gestaltete, wurden bereits während der Festungszeit Spazierwege und ein Reitweg angelegt. 

Alles unter Duldung (u.a.) des Festungskommandanten Julius von Koethen.

Besichtigt wird das Ehrenmal des Gen.-Majors Julius von Koethen, der seiner Zeit zum Ehrenbürger Torgaus ernannt worden war.

3. Die Führung geht dann weiter in das LAGA-Gelände hinein, am sowjetischen Friedhof und an dem sanierten Denkmal des Feldartillerie Regiments Nr. 74 entlang.

Der nächste Haltepunkt sind zwei durch den Verschönerungsverein um 1900 aufgestellte, beschriftete Schlusssteine: einmal sächsisch von 1811 (Friedrich Augst I.) und andermal preußisch von 1819 (Friedrich Wilhelm III.).

4. Der Torgauer Verschönerungsverein hatte selbst einen Gärtner angestellt und der Verein konnte interessierte Landschaftsarchitekten gewinnen, die aus einem Festungsteil, dem Glacis, das Konzept einer Parklandschaft, genauer eines Wald-Parks, verwirklichen.

Das Glacis flacht sich von einem Kamm in Richtung Wasserbecken und Schwarzer Graben ab, so dass in drei Stufen gepflanzt wurde: oben beginnend mit Nadelgehölzen, Buchen und Ahorn; dann folgen Eichen und Rosskastanien (als Allee geführt) und schließlich im unteren, in dem deutlich nassen Bereich, finden sich Ulmen, Erlen, Pappeln, Weiden. Licht-Schatten-Partien und Rasenflächen wechseln sich ab.

5. Erklärt wird die Rolle des Glacis mit den davor angelegten Wasserbecken (Inundationen) als Festungsteil. Darüber hinaus wird veranschaulicht, wie die Wassertechnik zur Regulierung der Wasserstände im Wallgraben und den Inundationen von Schleusenlünetten ausgehend funktionierte.

6. Am sanierten Wolffersdorff-Denkmal geht es vorbei; mitgeteilt wird dabei, dass der tapfere Oberst Karl Friedrich von Wolffersdorff die Stadt Torgau 1759 vor der artilleristischen Zerstörung bewahrt hatte.

7. Höhepunkt der Führung ist dann die Besichtigung der für ca. 1,4 Mill Euro sanierten rechten Flankenkasematte der Bastion VII der preußischen Elb- und Grenzfestung Torgau. Bau und Funktion des genannten Festungsteils mit einer Ausstellung werden fachgemäß erklärt.

 

Interessierte Gruppen können sich zwecks Terminfestlegungen direkt beim Kultur- und Festungsverein „Europa Begegnungen e.V.“  melden: Schlossstraße 19; 04860 Torgau/Elbe; Tel./Fax.: 03421 715647; E-Mail: ostwest@online.de; Web: www.vesteburg.com

Interessierte Gruppen können sich zwecks Terminfestlegungen direkt beim Kultur- und Festungsverein „Europa Begegnungen e.V.“  melden:

 

Schlossstraße 19

04860 Torgau/Elbe

Tel./Fax.: 03421 715647

E-Mail: ostwest@online.de

www.vesteburg.com