„Gesichter der Natur“

Künstlerin Angela Straßberger aus Rabenau erreichen zahlreiche Anfragen nach auf der LAGA in Torgau ausgestellten Blütenbildern


Angela Straßberger in ihrem Atelier: Die nach Farben und Größen sortierten Pflanzen liegen zum Arrangement bereit. Mit Pinsel und Klebstoff fixiert sie ihre Auswahl auf dem dafür vorgesehenen Papierbogen. Foto: privat
Angela Straßberger in ihrem Atelier: Die nach Farben und Größen sortierten Pflanzen liegen zum Arrangement bereit. Mit Pinsel und Klebstoff fixiert sie ihre Auswahl auf dem dafür vorgesehenen Papierbogen. Foto: privat

„Hätten Sie auch Drucke der im Park aufgestellten Bilder?“ – Diese Frage wird dem Personal am Infopoint und Souvenirshop bei der Landesgartenschau in Torgau oft gestellt. Die Bildbände, Kalender und Karten von Angela Straßbergers „Gesichtern der Natur“ finden reißenden Absatz. Im Gespräch mit den Besucherinnen und Besuchern wird schnell klar: Die Künstlerin hat einen Nerv getroffen. Ihre kreative und filigrane Arbeit mit sorgfältig gepressten Gräsern und Blüten, ihre detailliert arrangierten Fantasiemotive verbinden die Sehnsucht der Menschen nach Ästhetik mit dem wieder wachsenden Interesse an der ganzheitlichen Schönheit der Natur.

Wie entsteht so ein feenhaftes Porträt oder der Anblick eines mystisch anmutenden Portals?

Schon die Auswahl der Pflanzen stellt Angela Straßberger immer wieder aufs Neue vor Herausforderungen. Schließlich sollen sie möglichst lange farbenfroh bleiben und nicht verblassen oder gar braun werden. Die Lösung: bereits trockene Blumen vorsichtig zwischen zwei Löschblättern in einer Pflanzenpresse vorsichtig und je nach Art und Stärke mit angepasstem Druck eine bestimmte Zeit lang einspannen. Es sind zahlreiche Versuche und ganz individuelle Erfahrungen gewesen, die die Künstlerin darin zum Profi gemacht haben. Inzwischen ist der Fundus an Material riesig und je nach Idee kann Angela Straßberger daraus die richtigen Texturen, Längen und Farben auswählen. In geduldiger Kleinstarbeit findet ein Stilchen, ein Blättchen nach dem anderen mithilfe einer Pinzette den richtigen Platz auf dem Bildträger, wo es schließlich fixiert wird.

„Die Materialien liefert die Natur, die Fantasie bestimmt die Form“, sagt die Künstlerin aus der Bergstadt Rabenau in der sächsischen Schweiz. Ihre Intention beschreibt sie folgendermaßen: „Ich möchte wieder Neugier auf unsere wunderbare Pflanzenwelt wecken – wir sehen sie doch auch täglich an den Straßenrändern, Wiesen, Wegen, in den Gärten oder am Waldrand. Wir sind davon umgeben!“

Wer die Motive, die Angela Straßberger in Torgau auf der 9. Sächsischen Landesgartenschau ausstellt, gern für die eigenen vier Wände erwerben möchte, kann unter Tel. 0351 4601222 oder via E-Mail an angela.strassberger@gmx.de sein Interesse bekunden.